Malteser Jugend zu Besuch im Technik Museum Magdeburg

von Christiane Darr (Kommentare: 0)

Zum Abschluss des Schuljahres luden die Gruppenleiter der Nachhilfegruppen interessierte Kinder zu einem Besuch in das Magdeburger Technikmuseum ein. Unter sachkundiger Führung erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über die technische Entwicklung im Werkzeug- und Maschinenbau in der Region Magdeburg. So beeindruckte beispielsweise ein riesiger dampfgetriebener Schmiedehammer, der mit einem Schlag so viel Kraft entwickelt, wie ein Schmied per Hand mit 1000 Hammerschlägen mit einem schweren Schmiedehammer. Die Mädchen konnten den Hammer kaum anheben. Spätestens dann war jedem klar, warum technischer Fortschritt entstand und nötig war. Vom Schiffshebewerk in Rothensee hatten alle Kinder schon etwas im Sachkundeunterricht gehört. Aber so richtig klar war wohl die Funktionsweise nicht, denn erst anhand des Modells und entsprechenden Erklärungen stellte sich der berühmte Aha-Effekt ein. Auch die Herstellung einer Zeitung vor gut 100 Jahren brachte die Kinder zum Staunen. Jeden Buchstaben einzeln und auch noch spiegelverkehrt in mühevoller Handarbeit in die Zeilen einzufügen, nötigte ihnen Respekt ab. Die Mädchen fanden natürlich auch die Maschinen interessant, die aus vielen bunten Garnen schöne Kordeln herstellen konnten. Die Sammlung alter Fotokameras fast vom Beginn der Fotografie bis zur heutigen Technik ist besonders erwähnenswert. Wo sieht man schon mal so alte Plattenkameras und die dazugehörigen Glasplatten! Der Höhepunkt war eine alte Jukebox mit Vinyl-Singles! Während die Gruppenleiter in Nostalgie verfielen und sich daran erinnerten, wann und wo sie in der Kindheit vor so einem Teil standen, hatten die Kinder überhaupt keine Ahnung, was das war, geschweige denn, wie es funktioniert. Für einen Euro gab‘s dann die Beach Boys für die Ohren und die Mechanik der Jukebox für die Augen. Die Stunde verging wie im Flug. Nicht nur die Kinder, auch die Gruppenleiter konnten so einige neue Erkenntnisse mitnehmen. Der nette Führer des Museums sagte zum Abschluss, dass wir unbedingt noch einmal wieder kommen müssen, weil es noch viel mehr zu erzählen und zu entdecken gibt. Christina Steinbrück, MA Jugendreferat

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