Segeltörn auf der Ostsee

von Christiane Darr (Kommentare: 0)

Eine Woche steife Brise in 450 Quadratmetern

Wie schnell doch die Jahre vergehen …, konnten wir wieder an unserem im August traditionell alle zwei Jahre stattfindenden Segeltörn feststellen. Bereits zum vierten Mal segelten die Jugendlichen der Malteser Jugend Magdeburg auf hoher (Ost)See.

Mit unserem Topsegelschoner, der Banjaard, welcher schon seit 1913 seine Seetüchtigkeit auf der Ostsee beweist, verbrachten wir fünf wundervolle, abwechslungsreiche Tage. Unsere Route führte in diesem Jahr von Rostock nach Flensburg.
Montag morgen erhielten wir von der dreiköpfigen Schiffscrew eine kurze Einweisung, denn 450 Quadratmeter Segelfläche müssen erst mal bewegt werden, aber dann hieß es endlich Leinen los …, wobei sich manche erst mal an den Seegang gewöhnen mussten! Alles funktionierte bestens, jeder Knoten saß, jedes Segel wartete auf unsere gekonnten Handgriffe, so das wir für alle Unvorhersehbarkeiten gewappnet waren.<br>Am Abend liefen wir bei schönstem Sonnenschein in den Hafen von Kühlungsborn ein und trafen auf deutsche Prominenz: hier weilte auf dem Nachbarschiff Schlagersänger Gunther Gabriel.

Der Wind meinte es in diesem Jahr an einigen Tagen auch besonders gut mit uns, so dass wir schnell Dänemark erreichten. Schon am Dienstag legten wir in Marstal, dem größten Ort der Insel Aero, Mittwoch, bei Windstärke 9 und fast 9 Stunden auf See, in Aeroskobing, einem idyllischen kleinen Ort, der seinem Beinahmen Märchenstadt alle Ehre macht, an. Donnerstag trug uns der Wind schon wieder langsam in Richtung Heimat, letzter Halt in Langenballigau.
Freitag hieß es dann Taschenpacken und Deck schruppen und wir erreichten glücklich und sicher, man mag es kaum glauben, niemand war wirklich seekrank, unseren Zielhafen in Flensburg.
Nach der Verabschiedung von der Crew reisten wir mit dem Bus weiter nach Kleinkühren. Gemeinsam verbrachten wie den letzten Abend, gemütlich beim Grillen und Lagerfeuer.

Es war wieder ein tolles Erlebnis und 24 Seemänner und Seefrauen wären lieber noch eine Woche länger an Bord geblieben. Wir freuen uns schon auf den nächsten Segeltörn.

Tony Krutenat
Teilnehmer

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