Pilgerreise nach Israel

Vom 04.-13. November pilgert die Malteser Jugend Magdeburg "Auf den Spuren Jesu" durch Israel.

Wir werden euch hier, immer mal zwischendurch, von unseren Erlebnissen berichten.

Sonntag, 04.11.2018

Die Koffer sind gepackt. Bald geht sie los, unsere Pilgerreise nach Israel. 

Mittlerweile sind wir gut in Israel gelandet. Ohne Probleme verlief die Anreise. Nach vier Stunden Flug, einem kleinen Snack, zwei Stunden Busfahrt und einigen Minuten Schlaf sind wir nun an der ersten Station, am See Genezareth angekommen.

Montag, 05.11.2018

Wir sind erst einen Tag hier und haben schon so viel gesehen. In den frühen Morgenstunden ging es zuerst in die Brotvermehrungskirche. Hier haben wir, bei sommerlichen Temperaturen, eine heilige Messe direkt am See Genezareth gefeiert. Unsere zweite Station führte uns zur Primatskapelle. Von dort aus pilgerten wir weiter zum Berg der Seligpreisungen und besichtigten die dortige Kirche. Nach einer kurzen Mittagsstärkung ging es weiter nach Kapharnaum, dem  Fischerdorf in dem Jesu wohnte. So viele Eindrücke, die uns den ganzen Tag begleitet haben. Ein paar davon seht ihr hier auf den Bildern...

Dienstag, 06.11.2018

Guten Morgen. Grüße aus dem Bus. Wir sind auf dem Weg nach Akko, der Kreuzfahrerstadt am Mittelmeer mit der Hospitaliter Festung. Später mehr...

 

Den Vormittag verbrachten wir nun in Akko, besuchten die Hospitaliter Festung, erkundeten die Altstadt und genossen die warmen Sonnenstrahlen am Mittelmeer. Die Altstadt ist heute hauptsächlich von arabischen Israelis bewohnt und ist die orientalischste Stadt Israels .

Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichten wir Nazareth. In der Verkündigungs Basilika, an dem der Engel Gabriel Maria sagte, dass sie ein Kind in sich trägt, verweilten wir, bevor es durch die Straßen der Stadt ging.

Den Berg Tabor, der Ort der Verklärung Jesu Christi, erreichten wir erst in der Dämmung.  Von dort aus kann man eigentlich den Ausblick in Richtung Norden auf die Jesreelebene genießen. Aber als letzte Gruppe mit dem Shuttle Bus  nach oben  und wieder nach unten gefahren zu werden, können auch nur wenige erzählen.

Mittwoch, 07.11.2018

Der dritte Tag hat mit dem Morgengebet auf dem Berg über dem See Genezareth begonnen. Um einen Einblick in die damalige Lebensweise der Menschen zu erhalten, besuchten wir Katzrin, ein Dorf, mit den rekonstruierten Überresten eines alten jüdischen Dorfes, in den Golanhöhen. Ausgrabungen brachten hier u.a. eine Synagoge aus byzantinischer Zeit zum Vorschein.

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust... auch wir machten uns auf. Innerhalb von drei Stunden wanderten wir im Wadi Zavitan auf schmalen Pfaden bergauf und bergab, über Steine, badeten in Naturpools und erlebten eine beeindruckende Landschaft.

Nach dem gemeinsamen Picknick am Nachmittag besichtigten wir Kursi am Östlichen Ufer des Sees, wo wir in kürzester Zeit (obwohl die Temperaturen noch bei 25 Grad liegen, ist hier Winterzeit und die Sehenswürdigkeiten schließen eher...)  die Reste des byzantinischen Klosters aus dem 5. Jahrhundert.

Ein toller Tag.

Donnerstag, 08.11.2018

Bei einer Fahrt durch das Huletal nach Banjas ging es heute Morgen in den Norden. Hier entspringt aus dem Bergmassiv des Hermon einer der Quellflüsse des Jordan. Dort ging es dann über mehrere Stufen hinab in den Naturpark am Fuße des Hermongebirges. Bis zum Wasserfall direkt haben wir es nicht geschafft, dieser war heute, wegen Baumaßnahmen nicht erreichbar. Dafür hatten wir dann mehr Zeit, die archäologische Relikte anzuschauen.

Die weitere Tour führte uns auf den Mount Bental, von dem aus, ein Panoramablick auf den Golan und sogar auf das 5km entfernte Syrien möglich ist. Der Berg war Schauplatz einer mutigen Schlacht war, die während des israelischen Krieges um den Golan geführt wurde. Ehemalige Militäranlagen konnten besichtigt werden.

Mit der Besichtigung einer lokalen Olivenölmanufaktur beendeten wir das heutige Ausflugsprogramm. Mit weichen Händen, Lippen und einer Menge Olivenöl im Gepäck kehren wir zur letzten Nacht in das Karei Deshe zurück.

Freitag, 09.11.2018

Die Taschen sind verstaut. Heute früh verabschiedeten wir uns vom See Genezareth. Schnell sind die Tage hier vergangen. Mit dem Bus geht es nun weiter in Richtung Süden durch das Westjordanland und die Judäische Wüste zu unserer zweiten Station. Wir freuen uns auf die Tage in Jerusalem. Doch vorher wird es noch einige Orte geben, am denen wir Halt machen. Dazu später mehr... Auf dem Weg besuchten wir die älteste und tiefst gelegene Stadt der Welt, die Palmenstadt  Jericho. Hier steht der Maulbeerfeigenbaum, auf dem der Zöllner Zachäus kletterte, um den in die Stadt ziehenden Jesus besser zu sehen ( Lk 19,4). Die Grenzlinie zwischen Israel und Jordanien verläuft in der Mitte des Jordan-Flusses, wo Jesus am Ufer des Flusses getauft wurde. Mit den Füßen im Wasser haben wir dabei der eigenen Taufe gedacht. Noch war der Tag nicht zu Ende. Da der Weg das Ziel ist, folgten wir in Qumran den Spuren der Schriftrollen vom Toten Meer und erlebten dort, was sicher nicht häufig vor kommt, ein Gewitter in der Wüste, mit einem anschließenden Sturzbach aus den Bergen. Unter dem Regenbogen, am tiefsten Strand der Welt, dem Toten Meer, trieben wir rücklings auf dem Wasser.

Und nun sind wir da... in Jerusalem. Ein beeindruckender Blick bei Nacht von der Terasse unseres Pilgerhauses bot sich uns. Morgen sehen wir die Stadt im vollen Glanz.

Samstag, 10.11.2018

Samstag in Jerusalem. Schon früh um 8 Uhr starteten wir mit unserem Weg auf den Ölberg, an der Jesus Christus seinen Jüngern das Vaterunser Gebet gelehrt hat. Wenn man glaubt dass man um 8 Uhr hier alleine auf den Straßen ist, dann täuscht man sich. Denn mit uns pilgerten tausende andere Menschen zum Ölberg hinauf. Oben angekommen, besuchten wir die Paternosterkirche in der in 62 Sprachen das Vaterunser an den Wänden hängt.

Auf der Via Dolorosa, dem schmerzhaften Weg, folgten wir dem Leidensweg Jesu bis zur Grabeskirche. Wahnsinnig viele Menschen hatten das gleiche Ziel. Schritt für Schritt ging es vorwärts, bis wir die überlieferte Stelle der Kreuzigung, dem Golgotafelsen und das Grab Jesu erreichten. Die Grabeskirche wird von sechs christlichen Konfessionen verwaltet.

Bevor es wieder zurück ins Paulus Haus ging, suchten wir nach Spuren der Malteser. Natürlich, wie soll es auch anders sein, sind wir fündig geworden. Mitten im Getümmel der Altstadt betraten wir eine kleine Tür und standen im Innenhof des griechisch-orthodoxen Klosters vor der ältesten noch erhaltenen Kirche in Jerusalem, der Ursprungskirche des Johanniter- und Malteserordens, der Kirche Johannes des Täufers. Mit dem Gebet der Malteser Jugend und spannenden  ließen wir den ruhigen Ort auf uns wirken.

Der Tag - einfach nur Wahnsinn. 

Sonntag, 11.11.2018

Noch muss ich mich ein wenig sortieren, um den heutigen Tag Revue passieren zu lassen ...
An vielen Stationen machten mir auch heute in Jerusalem Halt. Es gibt so viel zu sehen. Ihr könnt ja schon mal ein paar Bilder von unserem Tag anschauen. Der passende Bericht dazu folgt in kürze...

Montag, 12.11.2018

Der heutige, leider letzte Tag, begann mit einer Begegnungsrunde in der Deutschen Schmidt Schule, vom Deutschen Verein vom Heiligen Lande in Jerusalem. Die Schmidt-Schule, 1886 gegründet, ist eine Deutsche Auslandsschule für 500 christliche und muslimische Mädchen.

Christliche Pilger aus aller Welt pilgern nach Bethlehem. Auch wir hatten heute dieses Ziel. Durch eine niedrige Eingangstür betraten wir die byzantinische Geburtskirche, in der sich die Geburtsgrotte, die als Geburtsort Jesu Christi gilt, befindet. In der Mittagspause gab es die Möglichkeit, sich die Milchgrotte anzuschauen und durch die Stadt zu schlendern.

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Emmaus Qubeibe, wo wir das Beit Emmaus, ein Altenpflegeheim und eine Krankenpflegeschule der Salvatorianerinnen besuchten. Im Gespräch berichte Schwester Hildegard über ihre Gemeinschaft, ihren Alltag und die Lebenssituation der arabischen Bewohnerinnen im Haus und in der Umgebung. In der Hauskapelle feierten wir zum Abschluss die Hl. Messe.

Nun geht sie langsam zu Ende unsere Pilgerreise in Israel. Nach ein paar Stunden Schlaf werden wir zurück in die Heimat fahren.

Dienstag, 13.11.2018

Auf Wiedersehen Israel. Nun geht's wieder nach Hause. Schön war's. Wir kommen wieder.